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2008/131 – Industriebrand

Freitag, den 22. August 2008 | Autor:


Video von Radio Regenbogen

Datum Alarmzeit Einsatzart Ort
20.08.2008 15.00 Uhr Großbrand Siemensstraße

Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das Lager einer Produktionsfirma für Matrazen im Keller des ehemaligen Betriebsgebäudes der Fa. Eisel in Brand. Aufgrund der starken Rauch- und Hitzeentwicklung konnte der Brand nicht in einem Innenangriff bekämpft werden. Der etwa 2.000m² große Kellerraum wurde mit Schaum geflutet, um das Feuer zu ersticken. Das dazu benötigte Schaummittelkonzentrat (insgesamt ca. 50m³) wurde von verschiedenen Werk- und Berufsfeuerwehren angeliefert, u.a. brachte die Berufsfeuerwehr Heilbronn die Schaummittelreserve des Landes Baden-Württemberg an die Einsatzstelle. Auf diese Weise konnte 26 Stunden nach dem Alarm für die Feuerwehr Reilingen “Feuer schwarz” gemeldet werden.

Zur Zeit befinden sich noch mehrere tausend Kubikmeter an kontaminiertem Löschwasser im Brandobjekt. Das Wasserwirtschaftsamt Heidelberg untersucht, wie stark das Wasser kontaminiert ist und wie es entsorgt werden kann.

Erster und
zweiter Filmbericht des Rhein-Neckar-Fernsehens

Einen Überblick über die eingesetzten Einsatzkräfte und weitere Details zu diesem Einsatz finden Sie auf der Seite der Feuerwehr Rhein-Neckar.

Kategorie: 2008 | Artikel kommentieren

“Was hier geleistet wurde, ist großartig!”

Freitag, den 22. August 2008 | Autor:

Reilingen.- Über 400 Feuerwehrfrauen und -männer, 50 Lösch- und andere Spezialfahrzeuge von 29 Feuerwehren zwischen Mannheim und Heilbronn, Weinheim und Neulußheim, unzählige Kilometer von verlegten Lösch- und Wasserschläuchen sind die nüchterne Bilanz des Großbrandes im Reilinger Industriegebiet, der seit dem Mittwochnachmittag große Teile nicht nur sprichwörtlich in Atem hielt. Außerdem im Einsatz auch rund 20 Rettungs- und Versorgungskräfte des DRK, Notärzte und Polizisten, Fachberater des Technischen Hilfswerks, TV- und Rundfunkreporter, Berichterstatter von Zeitungen und anderen Medien. Nicht nur auf dem Papier fürwahr ein spektakuläres Szenario. Doch wie menschlich auch im Ernstfall so ein Großeinsatz von Rettungskräften sein kann, wurde spätestens in den Momenten deutlich, wenn die Atemschutzgeräteträger vom Einsatz direkt am Brandort zurückkehrten und mit langsamen Bewegungen die Atemmasken vom Kopf zogen. Erschöpfte Gesichter wurden sichtbar, übermüdet, unrasiert. Viele von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits seit Stunden im Einsatz gegen die Flammenhölle im Lagerkeller. So auch Mike Supper, der stellvertretende Kommandant der Reilinger Feuerwehr. Da Kommandant Florian Petzold aus beruflichen Gründen in Köln weilt, lag die ganze Verantwortung bei dessen Stellvertreter. “Zum Glück standen mir die erfahrenen Mitglieder des Kreiskommandos hilfreich zur Seite”, so ein sichtlich erschöpfter Mike Supper nach fast 24-stündigem Einsatz vor Ort.

Ob nun die Erstbekämpfung direkt am Brandort oder später auch die Versorgung der teilweise bis zu 150 Einsatzkräften, die Reilinger Feuerwehr wurde der wohl größten logistischen Herausforderung in ihrer Geschichte gerecht. Noch in den späten Abendstunden wurden in Supermärkten, Metzgereien und Bäckereien Wurst und Brötchen besorgt, ein örtlicher Getränktehändler karrte nahezu ununterbrochen ganze Paletten mit Mineralwasser und Apfelsaftschorle heran. Und dank der Unterstützung der dem Brandort benachbarten Hoffmann GmbH konnte auf deren Firmengelände ein Versorgungszentrum eingerichtet werden. Pausierende Einsatzkräfte konnten hier in der Nacht ebenso eine Tasse Kaffee bekommen wie am frühen Morgen ein kräftigendes Frühstück. Und zur Mittagszeit waren es dann die Helferinnen und Helfer des DRK, die hier für alle einen leckeren Eintopf und frisches Obst ausgaben.
“Was die örtliche Feuerwehr gemeinsam mit den vielen Kameradinnen und Kameraden aus dem gesamten Rhein-Neckar-Raum geleistet haben, verdient Hochachtung und Respekt”, machte Landesbranddirektor Hermann Schröder im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich. Der höchste Feuerwehrmann des Landes Baden-Württemberg war ob der ungewöhnlich schwierigen Brandsituation von Stuttgart in die Spargelgemeinde gekommen, um sich direkt vor Ort ein Bild vom Großeinsatz der 29 Feuerwehr, darunter auch die Berufsfeuerwehren aus Mannheim, Heidelberg und Heilbronn, sowie die Werksfeuerwehren der Heidelberger Druck und der Firma Freudenberg aus Weinheim.

Der Landesbranddirektor zollte aber vor allem dien vielen ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen- und männer der freiwilligen Feuerwehren höchsten Respekt. “Was hier geleistet wurde, ist großartig.” Dieser Meinung schloss sich auch Kreisbrandmeister Peter Michels an, der von Anfang an in Reilingen vor Ort war, um zusammen mit seinem Team die Einsatzleitung zu unterstützen. “Dies war sicher mit die größte Herausforderung an die Wehren im Rhein-Neckar-Kreis.” In seinen fast 40 Jahren im Dienst der Feuerwehr habe er so einen ungewöhnlich langen und schwierigen Einsatz erlebt.

Warum die Altlußheimer Feuerwehr zunächst nicht zu den eingesetzten Kräften vor Ort gehörte, erläuterte Unterkreisführer Peter Bierlein, zugleich Kommandant der Altlußheimer Wehr, im Gespräch mit dieser Zeitung. Zusammen mit der Feuerwehr St. Leon habe man den Brandschutz für das Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim sowie die Stadt Schwetzingen übernommen. Da alle Feuerwehren in Reilingen im Einsatz gewesen seien, habe dennoch der Schutz dieser Städte und Gemeinden gewährleistet werden müssen. Und wie richtig diese Vorgehensweise war, zeigte sich am späten Mittwochabend, als die Altlußheimer Feuerwehr zu einem Brandalarm in einem Hockenheimer Hochhaus nachgehen musste.

“Bei allem Schaden haben wir dennoch Glück gehabt”, so Reilingens Bürgermeister Walter Klein. Selbst nahezu ohne Pause im Einsatz, sei er froh, dass es weder Verletzte oder gar Tote gab. Alle Feuerwehren hätten bewiesen, dass die Bevölkerung bei ihnen in guten und sicheren Händen sei. Und auch die Investitionen der vergangenen Jahren in die Wehren hätte dieser Einsatz mehr als gerechtfertigt. Dass der Großbrand aber auch Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt der Spargelgemeinde haben wird, ließ der Bürgermeister nicht unerwähnt. In welcher Höhe sei noch unbekannt, aber allein für den Löschschaum werden sich die Kosten auf rund 100000 Euro belaufen. Rechnet man dann noch die Kosten für die Verpflegung, die den Arbeitgebern der Einsatzkräfte zu ersetzenden Löhne oder die Fahrzeugkosten der eingesetzten Wehren hinzu, dann dürfte sich dieser Betrag noch deutlich erhöhen.

Zufrieden war Walter Klein aber auch als Vorsitzender des Zweckverbandes Wasserversorgung Südkreis Mannheim. Noch in der Nacht habe der Wassermeister die Pumpen im Wasserwerk auf Dauerbetrieb gestellt, um die Wasserversorgung zu gewährleisten. “Dank der inzwischen fertiggestellten zweiten Wasserleitung nach Hockenheim gab es auch keine Druckprobleme im Leitungssystem.”

Und während die ersten Feuerwehrleute gestern Nachmittag sich so langsam auf das Ende ihres langen Einsatzes freuen durften, war Bürgermeister Walter Klein bereits wieder unterwegs, um für den vom Brand ebenfalls betroffenen Wirt der Kurpfalz-Stuben ein Ausweichquartier für eine Hochzeitsgesellschaft zu suchen – und im Josefshaus zu finden. Schließlich muss das Leben ja irgendwie weitergehen …

og

Quelle: www.lokalreporter.de

Kategorie: Einsätze | Artikel kommentieren

Über 120 Mann kämpfen gegen Kellerbrand

Donnerstag, den 21. August 2008 | Autor:

Gegen 15.30 Uhr war am 20. August der Brand entdeckt worden. Kurz vor 16 Uhr hatte man den Eindruck, dass starker Nebel das Gebäude in der Reilinger Wilhelmstraße einhüllte. Einige Zeit waren es dicke schwere Rauchwolken, die aus dem Gebäude im Industriegebiet drangen und die Sicht auf die Häuser im naheliegenden Neubaugebiet unmöglich machten. Ein Praktikant des Unternehmens, einer Firma für Textilgroßhandel und Wasserbetten hatte die Rauchentwicklung entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Weitere Personen befanden sich nicht in dem Gebäudekomplex an der Ecke Siemensstraße und Heinrich-Lanz-Straße.

Wehren arbeiten gut zusammen
Dabei handelt es sich um den Komplex der ehemaligen Firma Eisel. Die betroffene Firma sei, so Bürgermeister Walter Klein, erst im vergangenen Jahr von Mannheim nach Reilingen umgezogen.

Über 120 Feuerwehrleute waren am gestrigen Nachmittag in Reilingen im Einsatz. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen waren die Wehren aus Neulußheim, Altlußheim und Hockenheim sowie aus Schwetzingen mit ihren schweren Atemschutzgeräten im Einsatz.

Ergänzt wurden die Wehren durch ein Spezialfahrzeug der Werksfeuerwehr der Heidelberger Druckmaschinen mit einem riesigen Gebläse, mit dem der Rauch kurzfristig zur besseren Sicht “wegggeblasen” werden konnte.

Lager mit 1500 Quadratmetern
Zwischenzeitlich hatte man auch Kontakt mit der Berufsfeuerwehr der BASF aufgenommen, und aus Heidelberg kam der Einsatzzug mit dem Löschschaum. Der gesamte Keller, in dem die Flammen wüteten, wurde mit dem Löschschaum “geflutet”. Diese Kellerräume haben eine Größe von 1500 Quadratmetern.

In diesen Räumlichkeiten herrschte eine unvorstellbare Hitze. Bereits im Eingangsbereich wurden 460 Grad Celsius gemessen. Dramatisch wurde es dann nochmals kurz vor 19 Uhr, als man feststellte, dass zwischenzeitlich die Statik des Hauses keine Sicherheit mehr bot. Sofort verließen alle Feuerwehrleute das Gebäude und bekämpften den Brand mit dem Löschschaum von außen.

Materialwert über halbe Million
Dadurch wurden auch erste Schätzungen zur Schadenshöhe Makulatur. Der Materialwert, der im Keller lagerte, war auf mindestens 500 000 Euro angesetzt worden. Hinzu kommen weitere Schäden durch den Brand und die Folgen. Sollte, wie gestern Abend zu befürchten war, die Statik des Hauses schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sein, dürfte der Schaden sich gleich auf mehrere Millionen erhöhen.

Die Rauchentwicklung war allein schon optisch phasen- beziehungsweise schubweise schreckenerregend und konnte durchaus an einen Horrorfilm erinnern. Bestialisch penetrant war der Gestank des Rauches. Messungen wurden direkt vor Ort durchgeführt und zeigten bei allen Messdaten wesentlich überhöhte Werte. Gleich darauf wurden an vier verschiedenen Stellen in Wohngebiet innerhalb Reilingens Messungen vorgenommen. Nur an zwei von ihnen wurden ganz leicht erhöhte Werte von Chlor und Ammoniak festgestellt.

Vorsorglich war schon zuvor die Bevölkerung in Reilingen und auch in Hockenheim per Polizeidurchsagen und Rundfunkmitteilungen gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Ein Spezialhubschrauber hatte den Zug des Rauches verfolgt und ebenfalls gemeldet, dass der Rauch sich relativ schnell verflüchtigte. Ergänzend zu den Feuerwehren mit Kreisbrandmeister Peter Michels an der Spitze waren ein Leitender Notarzt, ein weiterer Notarzt, mehrere Rettungswagen und Fachkräfte sowie Notfallseelsorger vor Ort.

Kein Personenschaden
Positiv blickte man trotz des ganz erheblichen Sachschadens darauf zurück, dass keine Menschen Opfer des Brandes wurden und Lob und Anerkennung gab es für die gute Arbeit und die optimale Zusammenarbeit der Wehren gestern beim Großeinsatz im Reilinger Industriegebiet.
 
Franz Anton Bankuti aus SZ

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Großbrand in Reilingen

Donnerstag, den 21. August 2008 | Autor:

Der Brand in der Siemensstraße ist bislang noch nicht vollständig gelöscht. (Stand: 08.00 Uhr)

Bericht Mannheimer Morgen


Brand einer Textilgroßhandelsfirma; 120 Feuerwehrmänner im Einsatz

Stand: 17.00 Uhr

Reilingen/Rhein-Neckar-Kreis:

Aus bislang unbekannter Ursache brach am Mittwochnachmittag, gegen 15.30 Uhr, im 1500 qm großen Kellergeschoss eines Textilgroßhandels in der Wilhelmstraße/Heinrich-Lanz-Straße ein Feuer aus.

Einhundertzwanzig Feuerwehrmänner der Wehren aus Reilingen, Schwetzingen, Hockenheim, Altlußheim, Neulußheim und der Werksfeuerwehr der Heidelberger Druckmaschinen, bekämpfen unter der Leitung von Kreisbrandmeister Peter Michels die Flammen.

Das Schadensausmaß ist derzeit noch nicht bezifferbar.

Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Vorsorglich ist das DRK mit zwei Rettungsfahrzeugen, dem Leitenden Notarzt und einem weiteren Notarzt vor Ort.

Quelle: Polizei Heidelberg


Videobericht des Rhein-Neckar-Fernsehens

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2008/130 – Überlandhilfe Walldorf

Dienstag, den 12. August 2008 | Autor:


Datum Alarmzeit Einsatzart Ort
10.08.2008 Uhr Großbrand Walldorf

Weitere Information und Presseberichte zu diesem Einsatz finden Sie bei der Feuerwehr Rhein-Neckar.

Einsatzende: Uhr

Im Einsatz:

  • FF Walldorf mit ELW 1, MTW 1, MTW 2, LF 16/12; LF 20/16, VRW, KEF, GW-T, TM 30
  • FF Ladenburg mit ErkTrKW
  • FF Leimen mit KdoW, TLF 16/25, LF 16/12, GW-Mess, GW-A, GW-T
  • FF Nußloch mit KdoW, MTW, DLK 23/12, LF 16/12, LF 16
  • FF Reilingen mit MTW, HLF 20/16
  • FF Sandhausen mit LF 16/12
  • FF St. Leon Rot, Abteilung St. Leon, mit MTW, TLF 16/25, LF 8
  • FF St. Leon Rot, Abteilung Rot, mit LF 16/12
  • FF Schwetzingen mit KdoW, DLK 23/12, GW-Atemschutz, GW-Öl, GW-T
  • FF Wiesloch, Abteilung Stadt,  mit LF 16, DLK 23/12, TLF 20/40-SL, VRW/ELW, SW 2000, GW-T
  • FF Wiesloch, Abteilung Frauenweiler, mit LF 8/6
  • Unterkreisführungsgruppe Walldorf
  • US Army Feuerwehr mit 24-1 und 24-2
  • BF Heidelberg mit 1-65-1, 1-74-1, 1-65-2, AB 10
  • WF HDM mit ELW 1, LF 16
  • THW Walldorf-Wiesloch mit MTW Zug, MTW OV, MTW Jugend, GKW 1 und Anhänger WB Rüst
  • Kreisbrandmeister Peter Michels
  • Stv. Kreisbrandmeister Udo Dentz und Kurt Lenz
  • Polizei
  • Rettungsdienst


Bilder: Rescuepress

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