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Hauptübung der FF Reilingen im Wohn-und Einrichtungshaus Ehrmann

Samstag, den 10. November 2007 | Autor:


Am Samstagabend, kurz nach 19.00 Uhr, rückte die Freiwillige Feuerwehr Reilingen zu ihrer alljährlichen Hauptübung zum Wohn-und Einrichtungshaus Ehrmann aus. Angenommen wurde ein Brand in der Lagerhalle, der durch ein übergreifendes Feuer in einem Container ausgelöst wurde. Die dort installierten Rauchmelder lösten sofort Alarm aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurden laut Aussage des Geschäftsführers 6 Personen vermisst. Davon sollten sich 4 Personen in dem brennenden und verrauchten Lager befinden und die anderen 2 Personen im Ausstellungsraum. Diese wurden bei der Räumung durch panische Besucher verletzt. Es begaben sich sofort 2 Trupps mit der neuen Wärmebildkamera und unter Atemschutz in das Gebäude um nach den vermissen Personen zu suchen.

Stellv. Kommandant Supper erläutert den Gästen die neue Wärmebildkamera.


Mit Hilfe der Wärmebildkamera konnten sofort drei Personen entdeckt und aus dem Lager gebracht werden. Dies geschah auch innerhalb kürzester Zeit mit der weiteren vermissten Person. Ein Trupp des nächsten Einsatzfahrzeuges begann mit der Personensuche im Verkaufsraum. Auch diese wurden schnell gefunden und nach draußen gebracht. Nachdem sich keine Personen mehr im Gefahrenbereich befanden, wurde mit der Brandbekämpfung begonnen. Hierbei wurden vier C-Strahlrohre eingesetzt und bald darauf kam die Meldung „Feuer schwarz”. Viele interessierte Besucher nutzten nun die Gelegenheit um selbst einmal einen Blick durch die Wärmebildkamera zu werfen und stellten fest, dass bei Dunkelheit und dichtem Rauch Personen und Gegenstände sichtbar sind. Natürlich war auch der Spielmannszug wieder vor Ort um nach den Aufräumarbeiten einen flotten Marsch unter der Stabführung von Uwe Schuppel erklingen zu lassen. Der stellvertretende Kommandant Mike Supper begrüßte Bürgermeister Walter Klein und die zahlreich erschienenen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. Desweiteren begrüßte er Unterkreisführer Peter Bierlein, den Geschäftsführer des Wohn-und Einrichtungshauses Ehrmann, sowie den Revierleiter des Polizeireviers Hockenheim Herrn Krampfert und die anwesende Bevölkerung.

Er bedankte sich für das Interesse an der Feuerwehrarbeit und übergab das Wort an Bürgermeister Klein. Dieser war erfreut das neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug und die Wärmebildkamera erstmals bei einer Übung zu sehen und stellte fest, dass sich die gesamte Mannschaft mit den Neuanschaffungen schon bestens eingearbeitet hat.

Nun ging das Wort an Unterkreisführer Peter Bierlein, welcher keine Kritik zur Übung liefern konnte und feststellte, dass die Mannschaft ein großes Fachwissen und einen sehr guten Ausbildungsstand besitzt. Im Anschluß ging es zu einer kleinen Stärkung ins Feuerwehrgerätehaus und man saß noch in gemütlicher Runde zusammen. Ein großes Dankeschön an die Firma Ehrmann die ihre Räumlichkeiten für diese Übung zur Verfügung stellte.

Stellv. Kommandant Supper erläutert den Gästen die neue Wärmebildkamera.

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Wärmebildkamera für die Freiwillige Feuerwehr!

Donnerstag, den 1. November 2007 | Autor:


Die Freiwillige Feuerwehr Reilingen ist seit kurzer Zeit im Besitz einer Wärmebildkamera. Aber was macht sie damit? Wann und wo setzt man sie ein? Was bringt eine Wärmebildkamera für Vorteile? Eine Frage die sich bestimmt viele stellen!

Es ist erwiesen, dass Wärmebildkameras Leben von Feuerwehrleuten und Zivilpersonen retten können, wenn sie schnell zur Hand sind.
Bei einem Wohnungsbrand kommen die Einsatzkräfte in ein Gebäude, das sie noch nie gesehen haben, durch den dichten Raum ist ihnen die Sicht völlig versperrt, man sieht nichts. Wegen der großen Hitze gehen sie in gebückter Haltung durch den Raum. Ohne Wärmebildkamera müssen sie alles abtasten, um nach einer vermissten Personen zu suchen. Nach dem diese gefunden wurde, muss sie auf schnellstem Wege, wieder durch die Dunkelheit nach draußen gebracht werden.

Hat man aber eine Wärmebildkamera dabei, sieht man durch diese deutlich Umrisse von Personen, Möbel, Fenster oder Türen.
So ist es möglich auf direktem Wege zu der vermissten Person gelangen und diese auf kürzestem Wege in Sicherheit bringen. Die Zeit zur Menschenrettung reduziert sich mit einer Wärmebildkamera daher auf ca. 1/3 der ansonsten benötigten Zeit.


Brandherde, die im dichten Rauch verborgen blieben, können mit Hilfe der Wärmebildkamera schnell entdeckt und sofort bekämpft werden, bevor es zu einer möglichen Rauchdurchzündung kommen kann.

Verborgene Glutnester können sicher entdeckt und gelöscht werden, bevor sie wieder aufflammen und somit erneut Schaden anrichten.

Man kann sie auch bei Dunkelheit zu einer Personensuche im Freien einsetzen. Durch den Temperaturunterschied von Boden und Körper, ist die Person auch hier zu erkennen.

Dies sind nur die wichtigsten Beispiele bei denen eine Wärmebildkamera zum Einsatz kommt.

Die Reilinger Feuerwehrleute haben sofort nach Erhalt mit der Ausbildung zum richtigen Umgang der Kamera begonnen und Übungen durchgeführt. Dies muss natürlich ständig trainiert werden damit im Ernstfall, auch mitten in der Nacht, der Schutz der Bevölkerung gesichert ist.

Eine Wärmebildkamera ist somit lebensrettend für Opfer von Bränden und wegweisend für Feuerwehrleute.

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